Archiv für den Tag 26/10/2009
- Apologize –
gerade einfach nur passend… der text, mein ich…
I’m holding on your rope
Got me ten feet off the ground
And I’m hearing what you say,
But I just can’t make a sound.
You tell me that you need me,
Then you go and cut me down.
But wait!
You tell me that you’re sorry,
Didn’t think I’d turn around
and say…
That it’s too late to apologize, it’s too late!
I said it’s too late to apologize, it’s too late!
I’d take another chance, take a fall, take a shot for you!
I need you like a heart needs a beat
but that´s nothing new
I loved you with a fire red,
Now it’s turning blue
And you say
“Sorry” like the angel, heaven let me think was you.
But I’m afraid
It’s too late to apologize, it’s too late
I said it’s too late to apologize, it’s too late
Woahooo woah
It’s too late to apologize, it’s too late
I said it’s too late to apologize, it’s too late
I said it’s too late to apologize, yeah
I said it’s too late to apologize, yeah
I’m holding on your rope
Got me ten feet off the ground
kopf vs. herz
der kopf
sagt gerade
nein,
tus nicht!
das herz
sehnt sich
und will sich
nicht festlegen
eigentlich
weiß es
aber
es will
nicht
wissen
ohne worte
ohne worte
zu leben
ohne missverständnisse
ohne erklärungen
sich blind
zu verstehen
nur fühlen
und der seele
nachspüren
hirnchemie – gemolken und ausgesaugt
ich habe gerade meine neue mutter besucht. es gab ein paar dinge zu besprechen. und sie braucht diese gespräche zur beruhigung. es war ein relativ normales gespräch. abgesehen davon, dass ich wieder neue gründe finden musste, warum wir jetzt keinen bauernhof kaufen. aber jetzt, wo ich wieder zu hause bin, fühle ich mich einfach nur ausgelaugt. ich habe das gefühl, allein die tatsache, dass ich mich an diesem ort befinde oder auch mit ihr zusammen, entzieht mir energie. als würde etwas an mir andocken und anfangen zu saugen. beim thrombozytenspenden fühle ich mich ähnlich schwach und müde, bevor ich das entnommene blut substituiert bekomme. ich gönne mir mal eine infusion von kühlem weißen wein, vielleicht hilfts. und frage mich, wie es sein kann, dass dieser ort, dieser mensch oder auch diese situation so kräftezehrend sein kann. obwohl es objektiv betrachtet nicht anstrengender ist das meiste, womit ich mich beruflich tagein, tagaus befasse. hat der ort eine schlechte aura? ist es die ausweglosigkeit der situation, in der sich diese frau befindet? oder ist es die angst, selbst einmal so zu enden?
hirnchemie – schizophrene welt
“jetzt habe ich also noch ein kind”, meinte eine dame zu ihrem 19-jährigen sohn. und das zweite kind bin ich. nein, ich habe nichts mit dem sohn. die sache liegt ganz anders. der sohn hat der mutter, seit er 12 jahre alt ist, gesagt, wos lang geht. denn die mutter ist krank. und jetzt bin ich dafür zuständig, ihr zu sagen, wos lang geht. und damit in ihren augen kind. verkehrte welt. mir tut der junge leid. ich habe ihn kennengelernt, er ist sehr stark – nach außen. aber wo ist seine kindheit, seine jugend geblieben? dieses kind liebt seine mutter über alles, aber es trägt eine last, die es nicht tragen sollte. wie leider viel zu oft in unserer gesellschaft. hier kann die mutter nichts dafür, sie hat sich ihre krankheit nicht ausgesucht. vielleicht aber hätte der vater stärker sein müssen. und nicht zulassen dürfen, dass das kind alles schultern muss. und in so vielen anderen fällen ist keine krankheit schuld, da ist es die sorglosigkeit der eltern, der egoismus, der kindern unglaubliche lasten aufbürdet. lasten, an denen die kleinen seelen so leicht zerbrechen können. und es ist keiner da, der sie auffängt.
schöne momente herbst/winter III
heute gibts wieder ein paar impressionen von meinem letzten herbstspaziergang.



praktisch, wenn das futter gleich noch abfallbehälter ist


- Lost time -

Lost time is never found again.
(Benjamin Franklin)
hirnchemie – von feuer und nervenkitzel
einen eintrag aus dem alten blog möchte ich übernehmen. er ist zwar nicht mehr aktuell, aber trotz allem irgendwie zeitlos. und vielleicht als einstieg nicht schlecht. geschrieben und erstmals veröffentlicht am 24.05.09 um 21:42:
Da sitze ich nun hoch oben auf meinem Fensterbrett und philosophiere über das Leben. Und vielleicht auch über die Liebe. Das lässt sich ja nicht wirklich trennen. Aber erst mal zum Leben. Mit dem ich grad nach Meinung von manchen Leuten spiele. Denn das Fensterbrett ist nicht breit. Und fünf Stockwerke sind kein Pappenstiel. Das Pflaster unten ist aber auch so gar nicht einladend. Ich habe also unter Garantie nicht vor, hinunterzufallen. Schwindelfrei bin ich auch. Also ists höchstens ein kleiner Kitzel beim Aufstehen, aber noch lange kein Spiel. Und ohne ein klitzekleines bisschen Risiko macht das Leben doch auch keinen Spaß. Der kommt doch meist sowieso viel zu kurz. Grad hier in good old Germany. Da zieht man ja lieber ne Schnute, weils grad ach so heiß ist, und vergisst ganz, dass man sich vor zwei Wochen noch aufgeregt hat, dass das dieses Jahr ja noch gar kein Sommer war. Immer würds regnen und nie wärs warm. Außer vielleicht im April, da gabs nämlich schon ein paar traumhafte Tage, aber das ist ja schon sooooo lang her. Und eigentlich auch nicht der Rede wert. Aber das Wetter passt ja grad zur Lage der Nation. Hitzig und unberechenbar. Heftige Gewitter und Stürme sind auch keine Seltenheit. Naturkatastrophen allerorten. Wobei ich die gerade in meiner Beziehung vermisse. Irgendwas schwelt, und wenn ein schönes loderndes Feuer draus würde, welches dann von einem heftigen, aber reinigenden Gewitterregen gelöscht würde, dann könnt sich der Bodensatz wieder erholen und schöne frische Triebe hervorbringen. Aber so ist grad einiges ungesagt und dümpelt zwischen den Zeilen rum. Und immer wieder kommt was dazwischen, das ein Anfachen der Glut verhindert. Es schwelt und schwelt und spuckt nichts anderes aus als beißenden Rauch, der sich im Hals festsetzt. Und dann hüstelt man die ganze Zeit vor sich hin und fühlt sich unwohl. Und Halstabletten bekämpfen auch nur das Übel, aber nicht die Ursache. Also hoffe ich immer noch auf den Windstoß, der das Feuer entfacht. Vielleicht klappts ja morgen.
zwischenakt – hirnchemie
ich hatte mal noch einen blog. er lief parallel zu meinen ersten gedichten. ich habe ihn wieder eingestellt, aber die idee ist noch da, vielleicht spinne ich es hier noch weiter, künftig unter der rubrik “hirnchemie”.
so hatte ich mir das vorgestellt:
Hier gehts um das Leben und alles, was es ausmacht. Freud, Leid, Liebe, Hass. Schwarz, weiß und sämtliche Grauabstufungen. Unter Verwendung der Hirnsynapsen und des Bauchgefühls. Philosophie und Fakten. Ernstgemeintes und Schwachsinn. Trauriges und Witziges. Und oft am Rande des Wahnsinns.