hätt ich, wenn ich, wär ich…
sätze, die einen kein bisschen voranbringen.
weil es eben nicht passiert ist.
weil man sich anders verhalten hat.
weil man auch überhaupt nicht weiß, wie es dann weitergegangen wäre.
sätze, die ich deshalb (so gut es geht) aus meinem aktiven wortschatz streiche.
und die mich umso mehr ärgern, wenn mir andere damit das leben schwer machen wollen.
hättest du damals…, wärst du jetzt…
woher soll ich das wissen?
woher weiß das sonst jemand?
nur, weil man statt a b gemacht hätte, wäre noch längst nicht c passiert.
vielleicht. vielleicht aber auch nicht.
wer weiß, welche kausalketten noch in gang gesetzt worden wären.
hejd da hund net gschissn, hejda an hosn dawischt.
hätt de köter nich scheeten, hätt he’n haas hatt.
eine weisheit, die quer durchs land bekannt ist.
und doch: hätte er ihn wirklich erwischt?
vielleicht wäre er beim jagen auf eine biene getreten und winselnd stehen geblieben?
wer weiß das schon?
deshalb wünsche ich mir so sehr, dass mich manche leute mit ihren mutmaßungen und vorwürfen wegen (in ihren augen) falsch getroffenen entscheidungen oder dummerweise nicht eingetretenen (wunsch-)tatsachen in ruhe lassen.
es kommt, wies kommt.
und wenns da ist, müssen wir das beste draus machen.
aktiv. nicht im konjunktiv.