man kann hier kilometerweit laufen
ohne einem einzigen gedanken zu begegnen
das rauschen des meeres
übertönt selbst die schreiendste stille
das meer in mir
schlägt gerade wieder
über mir zusammen
ich weiß nicht
aus welcher richtung
die brandung kommt
und warum es
so plötzlich
begonnen hat zu tosen
doch ich lasse es
geschehen
denn ich weiß
die gischt wird mich wieder
ausspucken
dann
werde ich wieder
obenauf
treiben
dem horizont entgegen
jetzt ist wieder
stille eingekehrt
die luft
rauscht ein bisschen
wie das meer
sonst
kein ton
selbst mein herz
schweigt still
manchmal
laufe ich durch die nacht
ich höre eine melodie
und folge ihr
bis an den horizont
ich kann und will nicht vergessen
ich will glücklich sein
und neu beginnen
doch immer wieder
zeigen sich zweifel
ich trinke
und laufe ins wasser
ich will eins werden
mit dem meer
will schaumkrone sein
ich wünsche mir so sehr
dass alles ganz anders wäre
wünsche mir
du könntest mir helfen
doch es wird nur alles
in frage gestellt
ich möchte
mit dir zum mond fliegen
und von stern zu stern hüpfen
ich möchte
glücklich sein
und deine hand
nie mehr loslassen
doch immer wieder
hüllt sich alles in zweifel
ich trinke
und kann doch nicht vergessen
ich habe angst
vor diesem todeskampf
wenn ich mich löse
es ist frühling
und ich fühle mich
als wäre schon herbst
ich will das meer sein
und tosen
in mich aufnehmen
und wieder ausspucken
ich will nicht mehr trauern
will dich vergessen
doch der gedanke daran
macht mich wahnsinnig
du bist in meinen träumen
du hältst mich fest
und ich spüre das glück
ich kann
auf dem wasser gehen
mit dir
habe ich flügel
und doch
sind da überall zweifel
(sehr frei nach quiero beber y no olvidar von manolo tena)
meer müsste man sein
könnte kommen und gehen
wie es beliebt
die welt, die ist heut wieder grau
doch in mir drin, da bin ich blau
nein, ich bin nicht betrunken
ich bin nur ganz versunken
im meer meiner gedanken
das macht mich ganz leicht schwanken
und macht die zunge etwas schwer
das salz in dem gedankenmeer