missverständnis

du bist so stolz
so unnahbar
lässt dich nicht einmal in den arm nehmen
denn dann kämst du dir unmännlich vor

du bist so stur
so verbissen
lässt dir nicht mal helfen
denn dann kämst du dir unmännlich vor

du bist so kalt
so abweisend
lässt dich nicht mal weinen
denn ein indianer kennt keinen schmerz

doch unter dieser dicken schale
bist du so klein
so verschüchtert
so verletzlich
weil du nicht gelernt hast
wie heilsam tränen
wie hilfreich umarmungen sein können

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4 Antworten zu missverständnis

  1. dsamuel007 schreibt:

    sehr schöne worte, ich wünschte man würde die aussage wie einen samen in unserer gesellschaft einfplanzen und gedeihen lassen – es ist so primitiv und m.E. auch ungesund für den geist, seine gefüle hinter scheinbar männlichen handlungsmustern zu verbergen. welch schöne welt wäre es, wenn jeder endlich mal offen und ehrlich seine gefüle aussprechen würde 🙂

    • sunny11178 schreibt:

      Danke und herzlich willkommen auf meinem Blog!
      Das mit dem Einpflanzen ist leider schwierig, bei vielen stößt das auf taube Ohren. Wollen wir nur hoffen, dass die neuen Generationen anders erzogen werden. Denn ich denke, es hängt viel davon ab, was den Jungs im Kinderalter eingetrichtert bzw. vorgelebt wird.

  2. s4m schreibt:

    hi, danke für dein willkommensgruß – tut mir leid, ich bin um ehrlich zu sein, das erste mal auf einem blogg und schreibe nun zum zweiten mal einen kommentar.
    ich hoffe, ich habe nicht irgendeine floskel vergessen – wenn, dann war es nicht beabsichtigt.

    wie dem auch sei, zurück zum thema:
    ich stimme dir insofern zu, wenn du sagst es „hängt davon ab, was den Jungs im Kinderalter …vorgelebt wird.“
    definitiv eine wichtige maßnahme – jedoch denke ich mir, dafür muss man nicht auf die nächste generation warten. warum die arbeit auf morgen verschieben, wenn sie heute erledigt werden kann?

    sicherlich ist der vorgang des umdenkens nicht so leicht. aber man denkt sich dinge auch gerne so schwer, damit man eine entschuldigung hat, warum es denn nicht geht – denn wer widerspricht sich schon gerne selbst? nur das problem, dass es möglicherweise alle so sehen könnten und dadurch etwas gutes nicht geschieht, weil alle es sich „schwer“ gedacht haben – das muss man auch mit berücksichtigen. verantwortung übernehmen und nicht von sich weisen.

    ich behaupte, es ist nicht schwierig – man muss sich ja nur selbst dazu bringen, das zu leben, woran man glaubt. wenn man dies mit aller ehrlichkeit und aufrichtigkeit versucht, dann ist der einpflanzungsvorgang in der gesellschaft getan – jeder einzelne ist ein teil der gesellschaft egal für wie wichtig oder unwichtig man sich dabei selbst hält. Und weiter hängt es von den äußeren umständen ab. entweder wächst und gedeiht der gedanke oder er muss sich eben als robust erweisen, sollte widerstand auf ihn einwirken. aber zum glück sehe ich, dass man nicht allein ist. man ist eigentlich nie allein….

    wie dem auch sei, um endlich auf den punkt zu kommen: ich glaube an eine welt, in der auch männer über ihre gefühle reden und gefühlvoll mit anderen umgehen und nicht gleich als homosexuell eingestuft werden – jedoch erfordert es auch frauen, die es wirklich mit allen konsequenzen wollen und offen einfordern, dass sich männer öffnen. denn es stellt sich die frage – um es etwas überspitzt zu beschreiben:

    nimmt man als frau…

    a) lieber den bier trinkenden stein auf dem sofa, den man den ganzen tag mit problemen zutexten kann ohne vernünftigen output zu erhalten und der misstand wird durch bestimmte verhaltensmuster kompensiert bis es kracht

    oder

    b) den gefühls düdelnden sofftie an der seite, dem man aber als frau auch möglicherweise helfen muss, damit der „klar“ kommt und dessen gefühlswelt nun auch voll und ganz erfasst wie „betreut“ werden kann/soll

    an dem misstand der unserer ansicht nach momentan herrscht, sind nicht ausschließlich die männer schuld, meine verehrten damen 🙂

    ich suche immer noch nach einem beispiel, bei dem eine eingegrenzte menge an menschen der totalen schuld in bezug auf irgendwas überführt wurden….das kann es meiner ansicht nach nicht geben, denn das leben ist ein wechelspiel zwischen vielen akteuren und alle spielen mit – alle.

    mhm…soviel dazu…sorry ich glaub das ding ist als kommentar etwas zu lang geworden 😀

    mfg

  3. sunny11178 schreibt:

    Danke für deinen ausführlichen Kommentar, Samuel (nehme ich mal an?)!

    Freut mich, dass du dich gleich in meinem Blog „austobst“, Kommentare sind herzlich willkommen, Diskussionen auch, darum ist auch nichts zu lang hier. Und bestimmte Floskeln gibts nicht. Jeder wie er mag. Solangs nicht unhöflich wird 😉

    Ich gebe dir vollkommen recht, habe aber leider die Erfahrung gemacht, dass das Problem die Männer sind. Wer einmal so festgefahren denkt, dem kann frau noch so sehr entgegenkommen, er wird sich nur mit ganz viel Mühe bewegen.

    Ein Mann, der auch mal schwach sein kann, ist mir und sicher auch den meisten anderen Frauen 1000x lieber als einer, der sich immer hinter seiner männlichen Coolness versteckt und sich nicht in die Karten sehen lässt. Wie will man wissen, was in ihm vorgeht und ihn entsprechend unterstützen, wenn er es nicht zulässt?

    Sich fallen lassen können, das müssen viele lernen. Mittlerweile leider auch immer mehr Frauen.

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