15. türchen im adventskalender

heute bin also ich dran und öffne das 15. türchen von elkes adventskalender.

da elke krank ist, an dieser stelle von herzen gute besserung!

leider bin ich zur zeit ganz gewaltig am rotieren und komme eigentlich überhaupt nicht zum bloggen. aber was versprochen ist, das halte ich auch. die geschichte, die ich euch zum besten geben wollte, habe ich jedoch auf die schnelle nicht gefunden, und jetzt wärs schön, wenn der folgende text keine wiederholung ist. falls doch, könnt ihr mir das  hoffentlich verzeihen. denn die bisherigen türchen musste ich leider auch ungelesen lassen. ich hoffe, ab nächster woche nachlesen zu können.

jetzt aber zu meinem türchen:


Weihnachten steuerlich gesehen

Denkt Euch ich habe das Christkind gesehen,
es war beim Finanzamt zu betteln und fleh´n.
Denn das Finanzamt ist gerecht und teuer,
verlangt vom Christkind die Einkommensteuer.
 
Das Amt will noch wissen, ob es angehen kann,
dass das Christkind so viel verschenken kann.
Das Finanzamt hat so nicht kapiert,
wovon das Christkind dies finanziert.
 
Das Christkind rief: "Die Zwerge stellen die Geschenke her",
da wollte das Finanzamt wissen, wo die Lohnsteuer wär.
Für den Wareneinkauf müsste es Quittungen geben,
und die Erlöse wären anzugeben.
 
"Ich verschenke das Spielzeug an Kinder " wollte das Christkind sich wehren,
dann wäre die Frage der Finanzierung zu klären.
Sollte das Christkind vielleicht Kapitalvermögen haben,
wäre dieses jetzt besser zu sagen.
 
"Meine Zwerge besorgen die Teile,
und basteln die vielen Geschenke in Eile"
Das Finanzamt fragte wie verwandelt,
ob es sich um innergemeinschaftliche Erwerbe handelt.
Oder kämen die Gelder, das wäre ein besonderer Reiz,
von einem illegalen Spendenkonto aus der Schweiz.
 
"Ich bin doch das Christkind, ich brauche kein Geld",
Ich beschenke doch die Kinder in der ganzen Welt."
"Aus allen Ländern kommen die Sachen",
mit denen wir die Kinder glücklich machen."
 
Dieses wäre ja wohl nicht geheuer,
denn da fehle ja die Einfuhrumsatzsteuer.
Das Finanzamt von diesen Sachen keine Ahnung,
meinte dies wäre ein Fall für die Steuerfahndung.
 
Mit diesen Sachen, welch ein Graus,
fällt Weihnachten dieses Jahr wohl aus.
Denn das Finanzamt sieht es so nicht ein,
und entzieht dem Christkind den Gewerbeschein.

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37 Antworten zu 15. türchen im adventskalender

  1. SchneiderHein schreibt:

    Hallo Sunny,
    und diese ’nette‘ Vorstellung der Weihnacht habe ich auch gleich noch auf unserem ‚Mischmasch‘-Blog SchneiderHein in der Gruppe ‚es weihnachtet sehr‘ auf der Sidebar verlinkt. Schon erstaunlich, was sich zum Thema Weihnachten alles im www findet …
    Na, dann schöne Festtage und vor allem mehr Zeit!
    Silke

    • sunny11178 schreibt:

      Liebe Silke,
      das kursiert bei uns schon lange im Kollegenkreis. Und ich freue mich, wenns jemand noch nicht kennt. Vielleicht kann ja das Finanzamt noch umgestimmt werden 😉
      LG Sunny

  2. Helmut schreibt:

    Ein nachdenklicher Beitrag für Elkes Adventskalender. Ich kannte diese Geschichte bisher nicht.

    Ich wünsche dir eine gute Zeit.

    Herzliche Grüße aus dem Kraichgau
    Helmut

  3. freidenkerin schreibt:

    Man könnte über diese Geschichte schon auch schmunzeln – wenn einem wegen des sehr ernsten Hintergrundes nicht das Lachen im Halse stecken bleiben würde.
    Herzliche Grüße!

  4. freidenkerin schreibt:

    Ich hab‘ gestern Nachmittag die Lesung abgesagt, hatte einfach kein gutes Gefühl bei der Vorstellung, wieder einmal vor der fast leeren Hütte zu sitzen. Als ich dann so gegen Viertel nach Acht mal rüber zum Francesco spähte – ich kann ja vom Küchenfenster aus direkt ins Lokal gucken – hat sich meine Ahnung bestätigt, zwei einsame Leutchen saßen da. Allmählich festigt sich bei mir doch die Überzeugung, daß ich trotz aller anfänglichen Begeisterung nicht am rechten Platz zur rechten Zeit bin, daß mit Geschichten und Erzählungen, welche im oberbayerischen Raum spielen und teils in Mundart abgefasst sind, bei diesem Publikum kein „Blumentopf“ zu gewinnen ist. 😉 Mittlerweile erhoffe ich mir von Darbietungen als Straßenkünstlerin (G’schichten-Erzählerin) mehr. Muß allerdings jetzt wegen gar grausiger Kälte meinen „Einstand“ verschieben.

    • sunny11178 schreibt:

      Oje… und was macht die Freitagsrunde?
      Ja, für draußen ists jetzt wirklich nichts. Da bliebe auch keiner stehen… 😦

    • theomix schreibt:

      Bei oberbayerischen G’schichten würde ich mal erwägen, in Oberbayern übers Land zu ziehen. Sofern du noch Konnäkschns zu guten Leuten hast, gibt es vielleicht da oder dort Einsatzorte…

      • freidenkerin schreibt:

        @theomix: Diese Konnektschäns wollte ich letzte Woche mal aktivieren, meinen Bruder nämlich, der in Berchtesgaden einen Elektrohandel betreibt. Ich glaubte, eine originelle Idee zu haben, eine Lesung in seinem großen Geschäftsraum, mit dem Motto „Elegisches + Elektrisches“. Ich war der Meinung, das wäre ein guter Geistesblitz gewesen, mußte mich jedoch nur wenig später eines Besseren belehren lassen: „Falls du’s noch nicht weißt, ich betreibe ein Geschäft und kein Lokal.“
        Aber ich arbeite bereits an weiteren Einfällen. 😉

  5. freidenkerin schreibt:

    Die Freitagsrunde hab ich letztens geschwänzt. Bei meinem letzten kurzen Vortrag dort war zwar ordentlich Publikum anwesend, aber kaum einer hat zugehört, die meisten haben ungeniert miteinander geratscht und sich überhaupt nicht dafür interessiert, daß da jemand auf der Bühne ist und vorträgt. Fand ich schon schwach irgendwie. Ich hab jetzt noch eine Lesung am 28. Dezember, mal schaun, wie’s danach weiter geht, vielleicht lass ich die ganze G’schicht einfach einschlafen. Diesen Freitag hab ich einen Termin zum Probearbeiten im „Austernkeller“, einem der angesehendsten Lokale Münchens. Da bei mir aber heute bei einem Psychologischen Einstufungstest des Arbeitsamtes ein IQ von 130 festgestellt worden ist – kein Witz! Ich bin völlig hin und weg! – habe ich nun freie Hand bei der Auswahl einer Ausbildung und Umschulung, welche meinen überragenden sprachlichen und logischen Fähigkeiten zupass kommt, so lange sie nicht länger als ein Jahr dauert. 😉 Jetzt ist wieder einmal alles, alles umgekrempelt… 😉

    • sunny11178 schreibt:

      Wow!!!! Na das wär ja genial, wenn du da was findest! Und du müsstest dir erst mal keine Sorgen machen… Ich drück ganz fest die Daumen, natürlich auch für Freitag. Aber die Alternative… Wenn da was geht, machs!

  6. freidenkerin schreibt:

    Die Psychologin hat gemeint, so etwas wie Personal Trainer oder Coaching wäre ein idealer Job für mich. Ich könnte selbständig arbeiten, und sowohl Lebenserfahrung als auch Kreativität, Sprachbegabung und Logik einbringen. Je mehr ich drüber nachdenke, desto besser gefällt mir die Idee. Ich mach‘ mich heute abend im Internet noch schlau, sie hat mir die Website der Agentur für Arbeit gezeigt, auf der man das Kursangebot anschauen kann.

  7. theomix schreibt:

    Liebe Sunny,
    das Christkind hat leider vergessen, die Gemeinnützgkeit zu beantragen. Auch das Spendensiegel wäre sinnvoll.
    Tja, so eine Hilflosigkeit im Umgang mit dem Finanzamt. Aus der Volkszählung (die war ja, um besser steuern eintreiben zu können!) nichts gelernt.
    Liebe Grüße, Jörg

    • sunny11178 schreibt:

      Lieber Jörg,
      das Christkind glaubt einfach an das Gute im Menschen. Das Finanzamt sieht ja auch nicht aus wie Herodes 😉
      Vielleicht solltest du ihm mal einen Brief schreiben und es aufklären 😉
      Liebe Grüße,
      Sunny

      • theomix schreibt:

        Das Finanzamt kam von Augustus. Der sah ganz freundlich aus. Die Zeiten, in denen er morden ließ, lagen lange zurück. (Herodes hatte aber nur von denen gelernt.)

        • sunny11178 schreibt:

          Ja, aber das Christkind bringts vielleicht mit Herodes in Verbindung. Schließlich hat er den Kindermord zu Betlehem in Auftrag gegeben, das Christkind war ja quasi live dabei. Oder fast 😉

  8. Elke (Mainzauber) schreibt:

    Hallo liebe Sunny,
    erstmal herzlichen Dank für deinen Beitrag zum Adventskalender, obwohl du offenbar recht knapp mit der Zeit bist. Dir gebührt ein Adventskalenderorden 😉
    Das Gedicht ist klasse, nur weiß ich beinahe nicht, ob’s zum Lachen oder doch eher zum Weinen ist. Ich entscheide mich für’s Schmunzeln, Weinen macht nur Tränensäcke und Falten. Ich wünsche dir einen schönen Restadvent und nicht soviel Stress!
    Alles Liebe
    Elke

    • sunny11178 schreibt:

      Danke, liebe Elke 🙂
      Was ich zusage, versuche ich auch zu halten. Leider schaffe ich es im Moment nur noch, hier meine Kommentare zu beantworten. Aber ab nächster Woche sollte es wieder besser werden, dann komme ich hoffentlich auch wieder zum Lesen…
      Alles Liebe und gute Besserung,
      Sunny

  9. Wortman schreibt:

    Steuern – Finanzamt… und das vor Weihnachten 😦

  10. Lilo schreibt:

    Das arme Christkind.. wie erkläre ich jetzt meinen Kindern nur, dass es dieses Jahr keine Geschenke gibt, weil das Christkind wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis sitzt? Oh graus…

    😀

  11. theomix schreibt:

    Die deutsche Sprache weist auch darauf hin, dass es Österreich, Liechtenstein oder die Schweiz sein könnte.

    • sunny11178 schreibt:

      Naja, ich würd mal sagen, jeder ist betroffen, der beschenkt werden möchte. Also sollte sich jeder an sein Heimatministerium wenden.

  12. freidenkerin schreibt:

    Mal schauen, wer ist dafür in Bayern zuständig? *Grübel* Oh weh, ist das nicht der Fahrenschon? Der jetzt die Suppe mit der Hypo Alpe Adria auslöffeln darf und muß, welche die Schwarzen Brüder ihm eingebrockt haben? Ei, ei, ei, um dieses milliardenschwere Verlustgeschäft abzudecken, könnte der schon auf die Idee kommen, dem Christkindl und allen Beschenkten eine Geschenkesteuer abzuzapfen!

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