ich hab da mal ne frage…

angenommen, ich hätte euch das hier erzählt, vor allem die auto-passage. wie schön es war, den fahrtwind zu spüren. und dass ich das cabriofahren wirklich vermisse. dass ich es liebe, wenn ich die sonne spüre, der wind meine haut streichelt und mit meinen haaren spielt. und dass es mich glücklich macht, bei einer fahrt übers land die gerüche der felder, des waldes wahrzunehmen, die vögel zwitschern und die grillen zirpen zu hören.

angenommen, ihr hättet darauf geantwortet, dass ihr zugwind hasst. dass ihr nie die fenster runtermacht, schließlich gibts ne klimaautomatik. dass cabriofahren gar nichts bringt, vor allem keinen spaß macht. und man auch nichts hört, weil die wind- und motorgeräusche dafür viel zu laut sind. und man außerdem sowieso nur die abgase rieche.

angenommen, ihr würdet behaupten (nicht jetzt, sondern generell), ich wäre euch wichtig, ihr würdet mich gar lieben.

das alles mal angenommen. wäre es dann unnormal, wenn sich mir der eindruck aufdrängen würde, ihr wolltet mir das, was mir freude bereitet, schlecht machen? und dass ihr selbst vielleicht auch nicht wirklich freude und glück an kleinen dingen empfinden könnt, sondern eher genauso unterkühlt seid wie die klimaautomatik? und dass ihr noch gar nicht kapiert habt, wer ich eigentlich bin?

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29 Antworten zu ich hab da mal ne frage…

  1. paradalis schreibt:

    Oh Gott! Ich kannte mal jemanden, zu dem habe ich irgendwann gesagt:

    „Du hast die Ausstrahlung eines Totengräbers (also nicht, dass sich jetzt eventuelle Totengräber angesprochen fühlen, ich habe bspw. einen in der Kundschaft, dessen Humor schätze ich sehr. Aber als Beispiel für Trauer und Tod hatte ich damals eben diese Bezeichnung gewählt), du tötest und beerdigst mich in einem Atemzug.“

    Denn das, was du da schilderst, liebe Sunny, kam mir eben sehr bekannt vor.

    Kopf hoch!
    Manches passt, vieles nicht. Und manches geht auch nicht passend zu machen.
    Dann sollte man die Nase in den Wind stecken und Cabrio fahren.
    🙂
    Ich drück dich!

    • sunny11178 schreibt:

      Ja, da hast du recht. (Und der Spruch ist guuuuuut! Wenn auch traurig.) Das wurde mir heute auch nochmal so richtig bewusst. Ich habe in den letzten beiden Tagen ein gutes Buch gelesen, „Das Geheimnis des Herzmagneten“. Es hat mich in erschreckend vielem bestärkt, mir aber auch Mut gemacht. Und mich ohne Kopf im Wind gibts sowieso nicht. Wie sollte ich denn sonst alle Sorgen und wirren Gedanken auf die Reise weit weg von mir schicken, wenn ich sie nicht mehr dem Wind mitgeben könnte?

      Ich drück dich auch!

  2. paradalis schreibt:

    Ach so – ich sollte noch hinzufügen, dass Totengräber natürlich nicht!! töten. Also normalerweise.
    *g*

    Ich glaube, ich geh schlafen.
    🙂

  3. Ruthie schreibt:

    Verschwende nicht Dein Leben, in dem Du Dich mit solchen Leuten belastest! Dringender Rat von mir! 😉 *♥lich drück*

  4. Himmelhoch schreibt:

    Mein Liebes, kann nicht jemand dich gern habe und trotzdem andere Wünsche und Vorlieben haben als du? Du musst nur fest genug an das glauben, was dir lieb und teuer ist, die anderen sollen für sich selber sorgen und dein Leben in Ruhe lassen.
    Ganz liebe Grüße für dich von Clara

    • sunny11178 schreibt:

      Liebe Clara, ich bin da wahnsinnig tolerant. Es kann jeder mögen, was er will. Allerdings hab ich dann ein Problem, wenn ich nicht mögen darf, was ich will. Ein schlichtes „es freut mich, dass du einen so schönen Abend hattest“ hätte ich eher als Zeichen von Wertschätzung und Liebe empfunden. Komisch eigentlich… 😉
      Alles Liebe,
      Sunny

      • Himmelhoch schreibt:

        Sunny, jetzt habe ich schon langsam das Gefühl, du meinst mich damit, aber das kann doch gar nicht sein, denn ich hab dir doch von Herzen alle offenen Autofensterscheiben gegönnt!

  5. Lucie schreibt:

    Ich lese da so zwischen den Zeilen … hab grad ein Deja vu *schluck*
    Immer alles runter machen was dem anderen Freude bereitet … *würg*

    Wenn zwei das gleiche tun ist es noch lange nicht das selbe, gelle!?!

    Versuche, es nicht zu sehr zu verinnerlichen, lass es an dir abprallen! (Ich weiß, leichter gesagt als umgesetzt.)

    Ganz liebe Grüße
    Lucie 🙂

    • sunny11178 schreibt:

      Liebe Lucie,
      ich hab zum Glück mittlerweile ein recht dickes Fell. Aber das hat mir heute sehr zu denken gegeben. Und ich werd meine Konsequenzen ziehen.
      Alles Liebe,
      Sunny

  6. paradalis schreibt:

    Guten Morgen liebe Sunny.
    Beim ersten Kaffee möchte ich nun doch noch etwas dazu schreiben. Es geht mir nämlich nicht aus dem Kopf.

    Weißt du, es ist ganz wichtig, dass man auch teilen kann. Sich mitteilen kann. Gemeinsam! darüber erzählen kann, GEMEINSAM lachen kann und Freude empfindet.
    Man das Gefühl hat, der andere versteht. Selbst die verrücktesten Dinge. Oder wenn er eben nicht versteht, das auch nicht schlimm ist, aber er es dann nicht runter macht. Genauso gilt das natürlich auch andersrum.
    Das ist bspw. ein ganz wichtiger Punkt bei P. und mir. Dieses am Telefon lachen könnten, sich immer etwas zu erzählen haben, das Interesse am Anderen. Ist das so, sieht man schon auch mal über andere Dinge hinweg. Er bei mir und ich bei ihm. Und – und das dachte ich gar nicht, dass es so gut funktioniert, da hält man schon auch mal eine Zeitlang so eine schwierige Fernbeziehung aus, wie wir sie haben.

    Aber es geht hier nicht um mich/uns. Ich wollte das nur als Beispiel anbringen.
    Denn das, was du da beschreibst, kenne ich auch. Und es kann soweit führen, dass man gar keine Freude mehr empfinden kann. Mir ging es dann so, dass ich, sobald ich diesen anderen Mann ansah, begann zu weinen. Einfach so, ohne dass er überhaupt was sagen musste.
    Mein dickes Fell war einfach verschwunden.

    Liebe Sunny! Davor musst du dich schützen!

    Ich wünsche dir, dass alles gut wird.
    Herzliche Umarmung,
    Heike.

    • sunny11178 schreibt:

      Liebe Heike, ich versteh dich sehr gut. Und ich kann dein Weinen damals nachvollziehen. Ich hab sowas Ähnliches auch schon erlebt, wenn auch nicht in einer Beziehung.
      Ich bin ein sehr lebensfroher Mensch, aber diese Lebensfreude ist dann, wenn noch jemand „beteiligt“ ist, nur schön, wenn man sie – wie du schon sagst – mitteilen und teilen kann. der andere muss nicht das schön finden, das mir Freude macht. Aber wenn er sich nicht mit mir freuen kann, weil ich mich freue und glücklich bin, dann heißt für mich die Konsequenz mittlerweile nicht mehr, ich behalte meine Freude für mich, weil ich sie mir nicht verderben lassen will (und unterdrücke sie damit), sondern ich freue mich eben ohne diese Person. Und wenn man Glücksmomente nicht einmal miteinander teilen kann, dann gibt es auch sonst nichts (mehr) zu teilen…
      Alles Liebe,
      Sunny

  7. andrea2007 schreibt:

    Liebe Sunny, wenn Du weitehin Deinen Herzmagneten beachtest, dann wirst Du solche Menschen gar nicht mehr anziehen und/oder sie werden Dir nix mehr anhaben können. Versuch, bei DIR zu bleiben und Dich einfach über Deinen schönen Abend zu freuen…ja ich weiss, noch so’n schlauer Tipp:-) Alles Liebe, Andrea

    • sunny11178 schreibt:

      Liebe Andrea,
      genau das hat mich das Buch auch gelehrt. Und ich habe gestern das Muster erkannt, es verfolgt mich seit vielen Jahren, auch wenn es mir nie so bewusst war wie gestern. Jetzt, wo mir das wie Schuppen von den Augen fiel, sollte es leichter sein, dem gegenzusteuern.
      Und dein Tipp ist zwar schlau, aber auch gut 🙂 Und ich freu mich immer noch. Und habe ein Grinsen im Gesicht, sobald ich nur dran denke. Abgesehen davon konnte ich ja meine Freude so wunderbar mit euch Lieben hier teilen 🙂
      Alles Liebe und hab einen wunderschönen Tag,
      Sunny

  8. freidenkerin schreibt:

    Oh, das kommt mir sehr, sehr bekannt vor! Viele Jahre meines Lebens hat mich – mehr oder weniger gezwungenermaßen – ein Mensch begleitet, der immer und immer wieder all die schönen Dinge, von denen ich voller Begeisterung erzählte, schlecht machte, als albern oder nichtig abtat und mich dadurch sehr oft ‚runter gezogen hatte. Solchen Personen fehlt die Gabe, sich rückhaltlos freuen zu können, bestimmt auch ein Maß an Kreativität und Spontaneität, die kindhafte Lebenslust, dafür nennen sie allerdings ein ordentliches Quentchen Neid und Missgunst ihr Eigen. So legen sie es – wahrscheinlich unbewusst – darauf an, Andere klein zu machen, ihnen die Freude zu nehmen, die Flügel zu stutzen. Damit sie sich selbst dann besser und wertvoller fühlen und die Mitmenschen leichter unter Kontrolle halten können… Manchmal gibt es nur ein Mittel gegen diese Zeitgenossen, es ist zwar sehr radikal, doch sehr erfolgreich: Den Kontakt abbrechen…
    Wünsche dir einen guten und schönen und von Neidern, Stänkerern und Mißgünstlingen unbeschwerten Tag! *Drück-di* 🙂

    • sunny11178 schreibt:

      Ja, das stimmt, liebe Margot. Es ist auch dieses immer besser sein Wollen, immer noch was draufsetzen Müssen. Vor einer Weile habe ich den Saeco-Automaten meiner Eltern zerlegt, weil er nicht mehr schäumen wollte. Ich habe ihn auseinandergebaut, die Schläuche gereinigt, das Flowmeter (ja, ich kenn mich voll aus damit! 😉 ) zerlegt und gereinigt, gefettet, alles wieder zusammengebaut und – oh Wunder! – wir hatten plötzlich wieder wunderbarsten Milchschaum 🙂
      Da ich nun sowas nicht täglich mache und auch kein Technik-Freak bin, war ich doch so ein klein bisschen stolz auf mich. Und hab besagter Person freudig berichtet, dass ich das Ding wieder erfolgreich zum Laufen bekommen habe. Statt sich mitzufreuen oder vielleicht sogar ein „das hast du gut gemacht!“ loszuwerden, kam eine Abhandlung über die Fehlkonstruktion von Kaffeevollautomaten, und dass doch da seine Krupps XY-Espressomaschine viel besser wäre, denn die hätte solche Probleme nicht. Und abgesehen davon könnte das Problem ja auch jederzeit wiederkommen, weil es vielleicht doch nicht an dem – wie in sämtlichen Saeco-Foren bei diesem Problem einhellig als Grund angegebenen – verstopften Flowmeter liegt, sondern an (habichjetztdochglattvergessenverdammt)…
      Ich hab mich trotzdem gefreut wie ein Schneekönig, und meine Eltern mit mir 🙂 Aber es hat mir damals schon sehr zu denken gegeben…

      Druck di zruck,
      Sunny

  9. bruni kantz schreibt:

    du hast
    das Leben erlebt,
    gespürt,
    es hat dich
    mit Haut und Haaren
    berührt.

    Nun war es halt beim Cabriofahren. Es hätte auch beim Radfahren sein können oder bei einem Spaziergasng durch die Felder …

    Liebe Grüße von Bruni

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