summer in the city – ein selbstversuch

nach einem ziemlich zapfigen spätwinter ist ja nun recht spontan der sommer bei uns angereist. am wochenende hatten wir temperaturen über 30°c, das war ein temperatursprung von über 20°c innerhalb weniger tage. erstaunlicherweise hat mein kreislauf diesmal auf die sonst übliche achterbahnfahrt verzichtet. dafür hat mich aber eine etwas melancholische stimmung eingeholt. traumwetter mit traumgelegenheiten, um traumhafte dinge zu tun, nur allein macht das ganze zwar meist auch spaß, aber gerade jetzt breitet sich wieder das gefühl aus, dass es doch zu zweit noch viel traumhafter wäre. mit traummann bei traumwetter, ein traum… was traute zweisamkeit angeht, bekäme ich zwar jede menge angebote, allerdings haben die alle den gleichen haken, auf den ich sehr gern verzichte. und der auch bedeuten würde, dass zweisamkeit gerade bei traumwetter am feiertag nicht möglich wäre. nicht mit mir, wirklich nicht. aber in letzter zeit habe ich mich oft gefragt, ob ich irgendwie auf die stirn tätowiert habe, dass man(n) es bei mir doch versuchen könnte. extrem hartnäckig. teils über jahre. und völlig uneinsichtig, dass das nicht von erfolg gekrönt sein wird. ich habe mal gelesen, dass man immer wieder den gleichen typ anzieht, gerade wenn man das nicht will. und dass man irgendwie sein wünschen umpolen sollte. wie auch immer das gehen soll. dann habe ich noch gelesen, dass frau einfach rausgehen und sie selbst sein soll. irgendwann irgendwo irgendwie würde sie dem passenden gegenpart dann begegnen. also habe ich mir meine kamera geschnappt und bin mal wieder losgezogen. natürlich nicht mit dem ziel, nen fisch an land zu ziehen. nein, einfach um mal wieder ich selbst zu sein, mich in eine klamotte zu werfen, in der ich mich gut fühle, und auf fototour zu gehen. und ganz nebenbei mal die augen offen zu halten, was so alles rumläuft. nach 2 stunden in der stadt war mir ziemlich klar, dass meine vermutung hinsichtlich der statistik, unsere stadt würde deutschlandweit die meisten singlehaushalte aufweisen, richtig ist: singlehaushalt ist nicht gleich single. irgendwie sind mir fast nur pärchen begegnet. dabei hatte ich mich wirklich bemüht, mich nicht darauf zu fixieren. aber abgesehen von ein paar mädels in gruppen und ein paar älteren herren auf städtetrip war die ausbeute an nicht-paaren arg gering. meine theorie ist ja: da wir eine studentenstadt sind, leben hier viele menschen in kleinen appartments, also in single-haushalten. und an feiertagen wie heute werden diese haushalte durch den anderswo in einem anderen single-haushalt sitzenden zweiten teil ergänzt. und schon gibt es fast nur noch pärchen. und die statistik liest sich gleich ganz anders. aber egal, eigentlich wollte ich ja wissen, ob es möglich ist, wenn man einfach man selbst ist und in einer schönen stadt wie der unseren unterwegs, jemanden kennenzulernen. was soll ich sagen? ich war sehr überrascht, aber es funktioniert tatsächlich. irgendwann hielt ein fahrrad neben mir, und ich wurde gefragt, was ich so fotografiere. etc etc. eine nette unterhaltung. schmeichelhafte, aber nicht zu dick aufgetragene komplimente.  später wurde ich dann noch mehrmals angesprochen, als ich mich am flussufer in die sonne gesetzt und die schiffe beobachtet habe. das ist mir noch nie passiert. lauter nette jungs. auch gutaussehend. wirklich. nur noch nicht so ganz meine zielgruppe. irgendwie habe ich beim wünschen noch was falsch gemacht. aber ich arbeite dran, jetzt wo ich den hauch einer ahnung habe, dass es funktionieren könnte 😉

 

bis dahin noch ein paar bilder vom heutigen tag für euch 🙂

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15 Antworten zu summer in the city – ein selbstversuch

  1. das liegt nicht am wünschen! 🙂

    Grüßle und noch eine richtig schöne Maiwoche

  2. bruni kantz schreibt:

    beim Wünschen macht Frau und auch Mann meist etwas falsch. Hör mal auf zu wünschen, ganz und gar und Du wirst sehen DAS funktioniert. Lass Dich erst mal auf dieses Kommen und Gehen ein, auf das Leben um Dich herum und plötzlich wirst Du mittendrin sein und Du hast es gar nicht bemerkt.
    Liebe Grüße an eine tolle Frau
    von Bruni

    • sunny11178 schreibt:

      Liebe Bruni,
      ich habe mir ganz lange gar keine Gedanken darüber gemacht. Aber nun festgestellt, dass ich diesen einen Typ, den ich nicht möchte, permanent anziehe. Seit dieser Erkenntnis denke ich wieder nach… Aber vielleicht lasse ich es auch einfach wieder 😉
      GLG und danke für das Kompliment!
      Sunny

  3. freudefinder schreibt:

    Wer weiß, was in dieser Eins-Samkeit noch alles gelebt werden will, was sonst zu kurz kommt

  4. Himmelhoch schreibt:

    Druck dir das Bild von den Enten aus – dann hast du wenigstens eine Vorstellung davon, was du dir wünschst.
    LG von Clara

  5. tmp schreibt:

    Liebe sunny, beschreib doch mal den Typ, den Du immer so hartnäckig anziehst, damit ich weiß, ob ich zur Zielgruppe gehöre… Ich bin nämlich ICH… 😉

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